KölnerNachtigallenEnsemble

Foto M.Hüser

Theresa Nelles – Sopran
Darja Großheide – Traversflöte, Blockflöte
Elisabeth Wand – Violoncello
Stefan Koim – Barockgitarre, Laute
Michael Borgstede – Cembalo

Unsere Programme:

1.Zu Tisch bei Händel

Georg Friedrich Händel, der Feinschmecker unter den Komponisten

Neben der Musik spielte für Georg Friedrich Händel ( 1685 – 1759 ) auch das Essen eine durchaus wichtige Rolle. Er war bekannt dafür, enorme Mengen mit Genuss zu verspeisen und hatte durch seine Reisen Gelegenheit, vielerlei Essgewohnheiten kennenzulernen. Wie sahen die Speisepläne aus? Welche Rolle spielten Kapaune und war das Essen gesund? Das Kölner Nachtigallen Ensemble spielt in seinem Konzert Musik von Händel mit italienischen, spanischen, englischen und lateinischen Texten oder auch mal rein instrumental. Das Ensemble begeistert durch große Spielfreude und kenntnisreiche historische Aufführungspraxis und überrascht sein Publikum mit ungewöhnlichen Programmen und Eigenbearbeitungen ausgewählter Musikstücke des 18ten Jahrhunderts. Mit einem Quiz wird das Publikum spielerisch am Programm beteiligt.

2a. Frau Nelles und die Nachtigall

Nicht nur Dichter, auch Komponisten lassen sich seit jeher vom Gesang der Nachtigall inspirieren. Welche Instrumente sollten besser geeignet sein, ihren lieblich-leichten, aber auch nächtlich-melancholischem Klang zu imitieren als Gesang und Flöte?

Musik von van Eyck, Torri,Couperin, J.S.Bach,Telemann,Händel,Fedeli, Sanz

2b. Kinderkonzert „Frau Nelles und die Nachtigall

Theresa Nelles, Waldfee (Sopran) – Darja Großheide, Nachtigall (Traversflöte und Blockflöte) – Elisabeth Wand, Maikäfer (Barockcello) – Michael Borgstede, Grashüpfer (Cembalo) – Stefan Koim, Paradiesvogel (Barockgitarre und Laute)

Foto: M.Cogel

Die Tiere feiern ein tolles Fest im Wald. Frau Nelles sucht Frau Nachtigall, die Gastgeberin. Das Grüne Heupferd ist verliebt und der Kanarienvogel aus seinem goldenen Käfig entfleucht. Wie das wohl alles enden wird?
Nicht nur Dichter, auch Komponisten lassen sich seit jeher vom Gesang der Nachtigall inspirieren. Welche Instrumente sollten besser geeignet sein, ihren lieblich-leichten, aber auch nächtlich-melancholischem Klang zu imitieren als Gesang und Flöte? „Frau Nelles und die Nachtigall“ haben wir mit großem Vergnügen seit Sommer 2017 als großes Konzertprogramm in Celler Schloss und bei den TonSpuren in Düren , sowie beim Moers Festival 2019 aufgeführt und wollten damit gerne auch Kindern Freude bereiten. Mithilfe des NRW-Stipendiums „Auf geht`s“ hat unser Ensemble im Mai 2021 einen Trailer mit professionellen Aufnahmen dieses neu erarbeiteten Kinder-Programms produziert. Hier ist der link dazu: https://youtu.be/RV10Dpthtvg
Eine schöne Plakatvorlage, die für extra für die Bewerbung dieses Programms erstellt wurde, steht zur Verfügung.
Im August 2021 haben wir mit einer Förderung der Stadt Köln ein zusätzliches Coaching mit der Schauspielerin Marita Breuer machen können und unser Kinderprogramm am 22.8.2021 erstmals unter viel Applaus aufgeführt.

Plakatvorlage

3. La biondina in gondoletta

Italien galt bereits im 17ten Jahrhundert als das Land der Liebe und der Schönen Künste. Die Opernhäuser in Venedig und Neapel zogen jedes Jahr Hunderte Besucher aus ganz Europer an. Reisen nach Italien gehörten zur guten Ausbildung eines jeden Adligen und natürlich auch eines jeden Musikers. Deutsche Musiker wie Händel oder Hasse, später auch Johann Christian Bach und Mozart, lernten in Italien ihr Handwerk und komponierten fleißig im italienischen Stil. Italienische Musik war Exportschlager, und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass Venezianische Gondellieder auch in London populär wurden. Dass die Musik von Vivaldi, Scarlatti und Caldara durch ihre Gesanglichkeit und Virtuosität besticht, wird in diesem Programm recht deutlich. Aber auch der deutsche Komponist Johann Adolph Hasse, von den Italienern zärtlich „il divino sassone“ (der göttliche Sachse) genannt, beherrscht die italienische Musiksprache mit Bravour. Seine Frau ist die venezianische Sängerikone Faustina Bordoni. Gemeinsam werden sie die Musikkultur am Dresdner Hof August des Starken prägen und schließlich doch wieder in ihr geliebtes Venedig zurückkehren; Venedig, wo die Gondeln schaukeln, der Karneval in prächtigen Kostümen zelebriert und die Liebe gefeiert wird. Der fantastische Konrad Beikircher hat für uns eine Übersetzung des italienischen Liedes „La biondina“ ins Kölsche verfasst!

Musik von Mayr, Hasse. Vivaldi, Marcello, Caldara und Scarlatti sowie Venezianische Gondellieder

4. Prophetic Visions

Dieses wunderschöne geistliche Programm kann beliebig verlängert werden.

Prelude für Cembalo solo
André Campra ( 1660 – 1744 )
„Domine Dominus noster“ (Ps.8)
Kantate für Sopran, Flöte und B.c.

Prelude für Cello solo
Johann Sebastian Bach ( 1685 – 1750 )
Arie Nr.6 „Meine Seele ist vergnügt“
aus Kantate 204 für Sopran, Flöte und Bc

Prelude für Laute solo
Händel: „Haec est regina vergine“
für Sopran und B.c., HWV 235

Prelude für Flöte solo

Händel: „Prophetic visions strike my eye““
aus „An Occasional Oratorio“ , HWV62
bearbeitet für Sopran, Flöte und B.c.

Auftragskomposition für das KNE!

Die Musiker:

Theresa Nelles, Sopran

Foto: Abraham Portrait Diesner
Schon wahrend ihrer langjahrigen Chormitgliedschaft im Madchenchor am Kölner Dom erhielt Theresa Nelles erste solistische Aufgaben, war lange Zeit Sangerin einer Jazzband und studierte nach dem Abitur Gesang an der Musikhochschule Köln bei Frau Prof. Mechthild Georg und in Rom am Conservatorio Santa Cecilia. Sie absolvierte Meisterkurse u.a. bei Krisztina Laki, Kurt Widmer, Ingeborg Danz und arbeitet nach wie vor eng mit Frau Prof. Michaela Kramer in Dusseldorf zusammen. Engagements fuhren die Sangerin ins In- und Ausland zu Festivals wie dem Festival Internazionale di Musica e Arte Sacra nach Loreto und Rom, nach Sizilien, die Schweiz, Sudtirol, Russland, zu den Internationalen Handelfestspielen nach Göttingen, dem Beethovenfestival Bonn, den Bruhler Schlosskonzerten, an Opernhauser wie Krefeld/Mönchengladbach, Koblenz, Gelsenkirchen, ans Markgrafliche Opernhaus Bayreuth, in die Tonhalle Dusseldorf, die Kölner und Essener Philharmonie und nicht zuletzt regelmaßig in große Kirchen wie z.B. den Kölner Dom oder das Grossmunster Zurich. Mit Programmen wie „Frau Nelles und die Nachtigall“ oder den seit Jahren sehr erfolgreichen Genre-ubergreifenden „Adventskalenderkonzerten“ ist sie ebenso zu erleben und bietet zudem charmante Konzertangebote fur kleine Zuhörer an. Die Sopranistin arbeitete u.a. mit der Neuen Philharmonie Westfalen, den Bochumer Sinfonikern, dem WDR Funkhausorchester, dem Gurzenichorchester Köln, BonnBarock, Musica Alta Ripa, Concerto Köln, Concert Royal u.v.a. Mit der szenischen Auffuhrung von J. S. Bachs „Matthauspassion“ war die Sangerin 2019 erstmalig beim renommierten Bachfest Leipzig zu erleben. Auch im Bereich der Neuen Musik ist Theresa Nelles vielfaltig tatig, u.a. in den Urauffuhrungen der ihr gewidmeten Komposition von Markus Schönewolf „Lieder in Bildern“, der Oper „Abraham“ oder dem Oratorium „Logos“ des bekannten Schweizer Komponisten Daniel Schnyder. 2020 wird sie eine der Hauptrollen in der Urauffuhrung der Oper „Oh ihr Menschen“ von Wolfgang Abendroth ubernehmen. 2021 erschien ihre CD mit dem Domorganisten Winfried Bönig „Romantische Weihnacht im Kölner Dom“.

Darja Großheide, Travers- und Blockflöte

Darja Großheide studierte Blockflöte am Conservatorium in Padua bei S.Balestracci, am Conservatorium Maastricht bei J.Minis und an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei M.Zimmermann. Bei Karl Kaiser machte sie außerdem ein Aufbaustudium Alte Musik für Traversflöte an der MHS Frankfurt und nahm Unterricht bei Martin Sandhoff. Seit vielen Jahren spielt sie auch romantische Klappenflöten. Sie konzertiert in  unterschiedlichen kammermusikalischen Formationen sowie mit verschiedenen Barockorchestern. Mehrere CD-Produktionen mit Ersteinspielungen ihres Ensembles „musica solare“ sind aus dieser Arbeit hervorgegangen (u.a. Kantaten von Ariosti, Sonaten von Nardini). 2010 gründete sie die Kammerkonzertreihe für Alte Musik „Tonspuren“ in Düren, in der sie bis Ende 2022 weit über hundert Konzerte auf die Bühne gebracht haben wird. Stets auf der Suche nach neuem Flötenrepertoire zwischen 1720 und 1840 entwickelt und erarbeitet sie ungewöhnliche Kammermusikprogramme in unterschiedlichen Besetzungen und bringt sie zur Aufführung, z.B. Programme mit Schauspielern oder Komikern oder extra für Kinder. Darja Großheide lebt und arbeitet in Düren und Berlin und unterrichtet Querflöte, Blockflöte und Traversflöte.

Elisabeth Wand, Violoncello

Foto: Armin Zedler
Elisabeth Wand studierte Cello an der Hochschule für Musik Köln bei Prof.J.Herzbruch sowie an der Musikhochschule Detmold bei Frau Prof. I. Güdel. Künstlerische Aufbaustudien an den Musikhochschulen Köln (bei M.M. Kasper) und an der Musikhochschule Frankfurt (Barockcello bei Prof. R. Zipperling) schlossen sich an. Neben ihrer Lehrtätigkeit tritt sie regelmäßig als Solistin und Kammermusikerin auf. Mit der Flötistin Dorothee Oberlinger wurde sie für das Nachwuchsforum Neue Musik der „Gesellschaft für Neue Musik“ ausgewählt. CD-Produktionen sowie Aufnahmen beim WDR, HR, SWR und im Ausland schlossen sich an. Seit 2002 widmet sie sich in verschiedenen Ensembles (z.B. Concerto Köln, Das Neue Orchester, Das Kleine Konzert) der historischen Aufführungspraxis. Ihre Einspielung mit dem Geiger Stephan Schardt wurde 2014 mit dem renommierten ECHO-Klassik-Preis ausgezeichnet.

Stefan Koim, Barockgitarre und Laute

Foto: Theresa Pewal
Stefan Koim schloss seine Gitarrenstudien in Köln bei Prof. Hubert Käppel mit Auszeichnung ab. In Salzburg erwarb er außerdem den Bachelor of Arts. Nach einem einjährigen Studium im Rahmen des Fulbright Programmes am New England Conservatory Boston,USA in der Klasse von Eliot Fisk kehrte Stefan Koim an die Universität Mozarteum Salzburg zurück, wo er im Rahmen eines Erasmusprojekts schon gewesen war und schloss dort das Studium Master of Arts mit Auszeichnung ab. Der Grad Master of Music (mit Auszeichnung) wurde ihm 2014 von der Hochschule für Musik Würzburg verliehen. Momentan vervollständigt Stefan Koim seine musikalische Ausbildung an der dortigen Musikhochschule in der Meisterklasse von Prof. Jürgen Ruck. Ergänzt wurde die bisherige musikalische Ausbildung durch regelmäßige Meisterkurse bei renommierten Musikern wie Konrad Junghänel, Carlo Marchione, Roberto Aussel, Zoran Dukic, Pavel Steidl, Manuel Barrueco, Oscar Ghiglia oder Han-an Liu. Mit dem Ensemble Cembaless gewann Stefan Koim im Jahr 2015 sowohl den 3. Preis als auch den Publikumspreis des Biagio-Marini-Wettbewerbs in Neuburg an der Donau, 2016 folgte der Publikumspreis der “ZAMUS Spielwiese” und Anfang diesen Jahres der Publikumspreis und der “Förderpreis Alte Musik des Saarländischen Rundfunks“. Aufgrund seiner Vielseitigkeit und der Beherrschung weiterer Instrumente wie E-Gitarre, Banjo, Charango, Barockgitarre und Erzlaute wird Stefan Koim für Uraufführungen, Filmmusiken und Opernaufführungen (u.a. Oper Köln, Mozarteum Salzburg) angefragt. Konzertreisen führten ihn nach Russland, Italien (u.a. Composit New Music Festival 2012), Schweiz, Österreich, Dänemark (Guitar+Festival 2013) und in die USA. 2013 eröffnete er u.a. das renommierte BostonGuitarFest mit einer Uraufführung. Stefan Koim wurde u.a. von der Rotary Foundation, der Fulbright-Kommission, der Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. Bei „musicaphon“ erschienen seine Solo CDs “A l'Espagnol” und “Royal”.

Michael Borgstede, Cembalo

Foto: Ran Biran
Der Cembalist, Fortepianist und Organist Michael Borgstede gilt auf historischen Tasteninstrumenten als einer der aufregendsten Virtuosen seiner Generation. Als Solist und als Mitglied des Kammermusikensembles Musica ad Rhenum hat er ganz Europa, die USA, Asien, Südamerika und den Nahen Osten bereist und ist bei den wichtigsten Festivals und in den traditionsreichsten Konzerthallen aufgetreten. Zudem ist Michael Borgstede als Professor für Cembalo und Generalbass an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln beschäftigt. Seine etwa zwei Dutzend CD-Produktionen wurden von der Kritik mit Begeisterung aufgenommen. Schon die Debut-Aufnahme mit dem Gesamtwerk des französischen Komponisten François Couperin wurde mit dem angesehen Editor’s Choice geehrt. Nicht weniger enthusiastisch waren die Reaktionen auf das Vier-CD-Set mit Cembalowerken Georg Friedrich Händels. Michael Borgstedes letzte Solo-Aufnahme mit dem Cembalowerk der Forquerays wurde mit dem Diapason d’Or ausgezeichnet. Michael Borgstede studierte Cembalo mit Jacques Ogg am Königlichen Konservatorium von Den Haag. Weitere musikalische Impulse bekam er am Cembalo von Ton Koopman, Lars Ulrik Mortensen und Gustav Leonhardt, an der Orgel von Bernard Winsemius und Harald Vogel. Neben seiner ausgiebigen Konzerttätigkeit hat Michael Borgstede an verschiedenen Institutionen unterrichtet und wird regelmäßig eingeladen, internationale Meisterkurse und Lesungen zur „Historischen Aufführungspraxis“ zu geben.