Kinder-und Familienkonzert Frau Nelles und die Nachtigall

Musik mit Gezwitscher u.a. von Händel und Telemann

Kölner NachtigallenEnsemble:
Theresa Nelles, Sopran
Darja Großheide,Flöten
Elisabeth Wand, Barockcello
Michael Borgstede, Cembalo
Stefan Koim, Barockgitarre und Laute

Grafik: H.Müllejans

Frau Nelles sucht ihren Freund, die Nachtigall. Hoffentlich ist ihr nichts zugestoßen! Frau Nelles macht sich große Sorgen und sucht sie überall. Wird sie ihren kleinen Freund wiederfinden?

Programm
Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) Rezitativ und Arie aus der “Kanarienvogelkantate”, TWV 141
Jacob van Eyck (ca 1590 – 1657) “Den Nachtegael” für Flöte
Giusppe Fedeli (vor 1680 – nach 1733) „Warbling the birds enjoying“
Pietro Torri (ca 1650 – 1737) „Son rosignolo“, Arie aus der Oper “Ismene”
Gaspar Sanz (1640 – 1710) Canario für Gitarre
Francois Couperin (1668 – 1733) Le Rossignol-en-amour, avec le Double du Rossignol sur la Flute Traversiere aus dem Quatorzième Ordre des Pièces de Clavecin, Troisième Livre 1722
Georg Friedrich Händel (1685 – 1759) „Sweet bird“ aus dem Oratorium „L´Allegro, il Penseroso ed il Moderato“

Theresa Nelles, Sopran
Schon während ihrer langjährigen Chormitgliedschaft im Mädchenchor am Kölner Dom durfte Theresa Nelles erste solistische Aufgaben übernehmen, war zudem Sängerin einer Jazzband und entschied sich nach dem Abitur für ein Gesangsstudium an der Musikhochschule Köln bei Frau Prof. Mechthild Georg. Sie studierte zudem in Rom bei Prof. Rosanna Straffi am Conservatorio Santa Cecilia, absolvierte Meisterkurse u.a. bei Krisztina Laki, Kurt Widmer, Ingeborg Danz und arbeitet nach wie vor eng mit Prof. Michaela Krämer in Düsseldorf zusammen. Engagements führen die Sängerin ins In- und Ausland u.a. zum Festival Internazionale die Musica e Arte Sacra nach Rom, Sizilien, in die Schweiz, Frankreich, nach Israel, zu den Internationalen Händelfestspielen nach Göttingen, an die Opernhäuser Krefeld/Mönchengladbach, Koblenz, Gelsenkirchen, an das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth, zu verschiedenen Festivals, in Konzertsäle und nicht zuletzt in große Kirchen wie in den Kölner Dom. Die Sopranistin arbeitete u.a. mit der Neuen Philharmonie Westfalen, den Bochumer Sinfonikern, dem WDR Funkhausorchester, dem Gürzenichorchester Köln, BonnBarock, Musica Alta Ripa, Concerto Köln u.v.a. Auch im Bereich der Neuen Musik ist Theresa Nelles vielfältig tätig, wie zuletzt mit dem Harfenisten Prof. Andreas Mildner und der ihnen gewidmeten Komposition Lieder in Bildern (liederinbildern.com) von M. Schönewolf. 2014/15 interpretierte die Sopranistin eine der Hauptrollen in der UA der Oper Abraham von Daniel Schnyder und übernahm 2016/17 erneut die Solopartie im neuen Werk des Komponisten – Logos.

Darja Großheide, Traversflöte
spielt von Kindheit an Quer-und Blockflöte. Sie studierte zunächst Blockflöte bei S Balestracci in Padua (Italien). Es folgten Abschlüsse an den Musikhochschulen von Maastricht (NL bei J.Minis) und Köln (M.Zimmermann). Bei Karl Kaiser machte sie ein Aufbaustudium für Traversflöte an der MHS Frankfurt, bei Martin Sandhoff spezialisierte sie sich zusätzlich auf das Spiel romantischer Klappenflöten. Sie konzertiert mit verschiedenen Barockorchestern sowie in unterschiedlichen kammermusikalischen Formationen. Mehrere CD-Produktionen mit Ersteinspielungen ihres Ensembles „musica solare“ sind aus dieser Arbeit hervorgegangen (u.a.Kantaten von Ariosti, Sonaten von Nardini). 2010 gründet Darja Großheide die Kammerkonzertreihe „Tonspuren“, die seit 2015 in der Kulturfabrik Becker&Funck in Düren vom Kunstförderverein Kreis Düren veranstaltet wird und die sie als Musikalische Leiterin betreut. Sie erarbeitet fortdauernd neue Kammermusikprogramme in unterschiedlichen Besetzungen und setzt diese um.

Elisabeth Wand, Violoncello
studierte Cello an der Hochschule für Musik Köln bei Prof.J.Herzbruch sowie an der Musikhochschule Detmold bei Frau Prof. I. Güdel. Künstlerische Aufbaustudien an den Musikhochschulen Köln (bei M.M. Kasper) und an der Musikhochschule Frankfurt (Barockcello bei Prof. R. Zipperling) schlossen sich an. Neben ihrer Lehrtätigkeit tritt sie regelmäßig als Solistin und Kammermusikerin auf. Mit der Flötistin Dorothee Oberlinger wurde sie für das Nachwuchsforum Neue Musik der „Gesellschaft für Neue Musik“ ausgewählt. CD-Produktionen sowie Aufnahmen beim WDR, HR, SWR und im Ausland schlossen sich an. Seit 2002 widmet sie sich in verschiedenen Ensembles (z.B. Concerto Köln, Das Neue Orchester, Das Kleine Konzert) der historischen Aufführungspraxis. Ihre Einspielung mit dem Geiger Stephan Schardt wurde 2014 mit dem renommierten ECHO-Klassik-Preis ausgezeichnet.

Stefan Koim, Barockgitarre und Laute
schloss seine Gitarrenstudien in Köln bei Prof. Hubert Käppel mit Auszeichnung ab. In Salzburg erwarb er außerdem den Bachelor of Arts. Nach einem einjährigen Studium im Rahmen des Fulbright Programmes am New England Conservatory Boston,USA in der Klasse von Eliot Fisk kehrte Stefan Koim an die Universität Mozarteum Salzburg zurück, wo er im Rahmen eines Erasmusprojekts schon gewesen war und schloss dort das Studium Master of Arts mit Auszeichnung ab. Der Grad Master of Music (mit Auszeichnung) wurde ihm 2014 von der Hochschule für Musik Würzburg verliehen. Momentan vervollständigt Stefan Koim seine musikalische Ausbildung an der dortigen Musikhochschule in der Meisterklasse von Prof. Jürgen Ruck. Ergänzt wurde die bisherige musikalische Ausbildung durch regelmäßige Meisterkurse bei renommierten Musikern wie Konrad Junghänel, Carlo Marchione, Roberto Aussel, Zoran Dukic, Pavel Steidl, Manuel Barrueco, Oscar Ghiglia oder Han-an Liu. Mit dem Ensemble Cembaless gewann Stefan Koim im Jahr 2015 sowohl den 3. Preis als auch den Publikumspreis des Biagio-Marini-Wettbewerbs in Neuburg an der Donau, 2016 folgte der Publikumspreis der “ZAMUS Spielwiese” und Anfang diesen Jahres der Publikumspreis und der “Förderpreis Alte Musik des Saarländischen Rundfunks“. Aufgrund seiner Vielseitigkeit und der Beherrschung weiterer Instrumente wie E-Gitarre, Banjo, Charango, Barockgitarre und Erzlaute wird Stefan Koim für Uraufführungen, Filmmusiken und Opernaufführungen (u.a. Oper Köln, Mozarteum Salzburg) angefragt. Konzertreisen führten ihn nach Russland, Italien (u.a. Composit New Music Festival 2012), Schweiz, Österreich, Dänemark (Guitar+Festival 2013) und in die USA. 2013 eröffnete er u.a. das renommierte BostonGuitarFest mit einer Uraufführung. Stefan Koim wurde u.a. von der Rotary Foundation, der Fulbright-Kommission, der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. Bei „musicaphon“ erschienen seine Solo CDs “A l’Espagnol” und “Royal”.

Michael Borgstede, Cembalo
Der Cembalist, Fortepianist und Organist Michael Borgstede gilt auf historischen Tasteninstrumenten als einer der aufregendsten Virtuosen seiner Generation. Als Solist und als Mitglied des Kammermusikensembles Musica ad Rhenum hat er ganz Europa, die USA, Asien, Südamerika und den Nahen Osten bereist und ist bei den wichtigsten Festivals und in den traditionsreichsten Konzerthallen aufgetreten. Zudem ist Michael Borgstede als Professor für Cembalo und Generalbass an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln beschäftigt. Seine etwa zwei Dutzend CD-Produktionen wurden von der Kritik mit Begeisterung aufgenommen. Schon die Debut-Aufnahme mit dem Gesamtwerk des französischen Komponisten François Couperin wurde mit dem angesehen Editor’s Choice geehrt. Nicht weniger enthusiastisch waren die Reaktionen auf das Vier-CD-Set mit Cembalowerken Georg Friedrich Händels. Michael Borgstedes letzte Solo-Aufnahme mit dem Cembalowerk der Forquerays wurde mit dem Diapason d’Or ausgezeichnet. Michael Borgstede studierte Cembalo mit Jacques Ogg am Königlichen Konservatorium von Den Haag. Weitere musikalische Impulse bekam er am Cembalo von Ton Koopman, Lars Ulrik Mortensen und Gustav Leonhardt, an der Orgel von Bernard Winsemius und Harald Vogel. Neben seiner ausgiebigen Konzerttätigkeit hat Michael Borgstede an verschiedenen Institutionen unterrichtet und wird regelmäßig eingeladen, internationale Meisterkurse und Lesungen zur „Historischen Aufführungspraxis“ zu geben.