Neukölln Barock

Das perfekte Barockquartett besteht aus Traversflöte, Violine, Viola da gamba und Cembalo. Ab sofort gibt es so ein Ensemble in Berlin:

Neukölln Barock:
Darja Großheide -Traversflöte
Daniel Deuter – Violine
Irene Klein – Viola da gamba
Sabine Erdmann – Cembalo

Programmbeispiele:

1. „QUADRI“

Zwischen 1730 und 1737 beschäftigt Georg Philipp Telemann sich intensiv mit den Instrumenten Traversflöte, Violine, Viola da gamba und Cembalo. Er komponiert je zwölf Solofantasien für Flöte, Violine und Viola da gamba sowie drei mal zwölf Fantasien für Cembalo solo. Außerdem verfasst er mehrere Sammlungen von Quartetten bzw Quadri für diese vier Instrumente. Unser Ensemble bringt die Fantasien und die Quartette Telemanns endlich im Konzert zusammen.

2. „Berliner Empfindsamkeit“

In Berlin gab es eine Zeit der musikalischen Empfindsamkeit. Das war zur Zeit der „Berliner Schule“ in den 1750ger und 1760ger Jahren im Umfeld Friedrichs des Großen. Seine Hofmusiker sollten sich im Zeitgeist der Aufklärung austauschen und in Berlin unterrichten. Für die Musiker von Neukölln Barock finden sich eine große Anzahl hinreißender Solo- und Triosonaten in diesem Repertoir. Die Komponisten sind berühmt: Carl Philipp Emanuel Bach, Wilhelm Friedemann Bach, Johann Joachim Quantz, die Brüder Johann Gottlieb und Carl Heinrich Graun, Johann Gottfried Müthel, Franz Benda.

Über uns:

Darja Großheide studierte Blockflöte bei Sergio Balestracci in Padua , in Maastricht bei Jerome Minis  und in Köln bei Manfredo Zimmermann. Bei Karl Kaiser machte sie außerdem ein Aufbaustudium Alte Musik für Traversflöte an der MHS Frankfurt. Außerdem spezialisierte sich bei Martin Sandhoff über viele Jahre zusätzlich auf das Spiel romantischer Klappenflöten. Sie konzertiert in  unterschiedlichen kammermusikalischen Formationen,  auch mit verschiedenen Barockorchestern. Mehrere CD-Produktionen mit Ersteinspielungen ihres Ensembles „musica solare“ sind aus dieser Arbeit hervorgegangen (u.a. Kantaten von Ariosti, Sonaten von Nardini). 2010 gründete sie die Kammerkonzertreihe für Alte Musik „Tonspuren“ in Düren, in der sie bis Ende 2022 weit über hundert Konzerte auf die Bühne gebracht haben wird. Stets auf der Suche nach neuem Flötenrepertoire zwischen 1720 und 1840 entwickelt und erarbeitet sie ungewöhnliche Kammermusikprogramme in unterschiedlichen Besetzungen und bringt sie zur Aufführung, z.B. Programme mit Schauspielern oder Komikern oder extra für Kinder.  
Foto: Daniel Maria Deuter
Daniel Deuter, geboren in Mülheim an der Ruhr, erhielt seine geigerische Ausbildung von Tibor Istvanffy und Geoffry Wharton. Die Beschäftigung mit den adäquaten Mitteln und Manieren der Alten Musik mündete in Konzerte und Produktionen mit vielen international renommierten Musikern (R. Jacobs, Ph. Herreweghe, R. Goebel u.a.) und Ensembles wie dem Stuttgarter Barockorchester, Akademie für Alte Musik Berlin und dem Freiburger Barockorchester, die ihn durch ganz Europa, Asien, nach Kanada und in die USA führten.
Daniel Deuter leitet Orchester-Workshops und ist Dozent für Barockvioline (Early Music Summerschool Valtice, Parlement de Musique, Michaelsteiner Sommerakademie) und ein gefragter Konzertmeister. In dieser Funktion führt er auch die Batzdorfer Hofkapelle an; ein Ensemble, das sich für die Erschließung und Aufführung des Repertoires der Dresdner Hofkapelle einsetzt und seit 1993 Opernwerke dieses Repertoires auch ohne Dirigent in Szene setzt. Mit seinem von ihm ebenfalls mitgegründeten Ensemble CordArte widmet er sich früh- und hochbarocker Kammermusik des 17. Jahrhunderts. Diese Arbeit ist auf zahlreichen, bei den Labels Raumklang und Pan Classics erschienen CDs dokumentiert.
Foto: ansichtssachen.biz
Irene Klein studierte an der Schola Cantorum Basiliensis bei Paolo Pandolfo und in Mailand an der Civica Scuola di Musica bei Roberto Gini. 1997 wurde sie im 1.Internationalen Bach-Abel-Wettbewerb für Viola da Gamba in Köthen/Anhalt zweite Preisträgerin. Mit ihrem Gambenduo Musicke&Mirth mit Jane Achtman gewann sie mehrere Preise in internationalen Ensemblewettbewerben und ist europaweit aktiv. Das Duo ist bekannt für feine, außergewöhnliche Gambenmusik, sechs CDs des Ensembles sind auf dem Markt. Irene ist seit vielen Jahren gefragte Gambistin und Lirone-Spielerin für Konzert-, Opern- und Aufnahmeprojekte mit verschiedensten Ensembles wie dem Marais Consort (Hamburg), The Spirit of Gambo (Den Haag), dem Hathor Consort (Brüssel) und Circles Oslo, der Akademie für Alte Musik Berlin und dem Collegium Vocale Gent unter Philippe Herreweghe. Seit 2004 ist sie Dozentin für Viola da Gamba an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ und in ihrer Heimatstadt Berlin begeisterte Privatlehrerin für Schülerinnen aller Altersstufen.
Foto: Alexander Vejnovic
Sabine Erdmann erhielt ihren ersten Cembalounterricht mit 11 Jahren bei Beata Seemann in München. Sie studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik Heidelberg-Mannheim bei Prof. Egino Klepper, danach an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Mitzi Meyerson. Sie besuchte Meisterkurse bei Menno van Delft, Lars Ulrik Mortensen und Jesper Christensen. Neben ihrer solistischen und kammermusikalischen Tätigkeit ist sie als gefragte Continuo-Spielerin Mitglied und Gast verschiedener Orchester, wie z. B. Göttinger Barockorchester, Concerto Grosso Berlin, Deutsches Sinfonieorchester, Ensemble Resonanz Hamburg, Heidelberger Sinfoniker, Kammerakademie Potsdam, Lautten-Compagney Berlin und Kammermusikensembles, wie Nils Mönkemeyer and Friends. Außerdem ist Sabine Erdmann als Cembalo-Korrepetitorin der Flötenklassen an der Universität der Künste Berlin tätig, sowie auch beim Deutschen Musikratwettbewerb. Sabine Erdmann wirkte bei Rundfunkaufnahmen (NDR, SFB) und CD-Produktionen als Solistin und Continuospielerin mit.