22. August 2020

Pattenhalle und -hof, Köln Ehrenfeld

Sommerserenade

Trio Serenata: Darja Großheide (Flöte), Daniel Ahlert (Mandoline), Davit Melkonyan (Violoncello)

Foto H.Müllejans

Am Samstag,den 22.August lädt das zamus u einem sommerlichen Programm mit 3 Konzerten in die Pattenhalleund in deren Hinterhof in Köln-Ehrenfeld ein. Tickets8€ pro Konzert inkl.1 Getränk, 15€ drei Konzerte inkl.1 Getränk. Reservierungen: info@zamusde
Um 16.30 Uhr spielt der Cembalist Andreas Gilger (Die Liebe Grammatic, die schätzbare Rhetorik, die werthe Poesie), um 17.45 Uhr spielen Sofia Diniz und Fernando Miguel Jaloto ein Programm über die Geschichte der Viola da gamba (Geschichte einer Prinzessin) UND UM 19 UHR SPIELEN WIR! Und zwar:

Als heitere Abendmusiken fanden Serenaden zur Zeit der Klassik unter freiem Himmel statt. Kleine, mobile Besetzungen von Blas- Streich- und Zupfinstrumenten waren besonders beliebt. Selten und noch wenig bekannt sind Originalkompositionen für Flöte, Mandoline und Cello. Die Mandoline kann auch den Platz einer Violine einnehmen.

Programm
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) Trio 2 in D für Flöte, Violine und Violoncello Allegr – Larghetto – Menuetto – Allegro
Aleixo Botelho de Ferreira (ca.1730-1795) Duo für Mandoline und Cello Allegro moderato – Andante – Rondeau Allegro
Franz Danzi (1763 – 1826) Duett 2 für Flöte und Cello, op.64 Larghetto – Allegretto vivo
Guillaume D`Alaire (1723 – 1781) Fantasie für Mandoline
Tommaso Giordani (1730 – 1806) Sonate 4 für Flöte und Violine Andante – Minuetto grazioso
Jean-Pierre Duport (1741 – 1818) ExerciceNr.8 in D-Dur für Violoncello
Ignaz Pleyel (1757 – 1831) Rondo Polonaise aus Trio op.73,1 für Flöte, Violine und Cello
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) Rondo Allegro aus Trio 1 in C für Flöte, Violine und Cello

Darja Großheide, Traversflöte
spielt von Kindheit an Quer-und Blockflöte. Sie studierte zunächst Blockflöte bei Sergio Balestracci in Padua (Italien). Es folgten künstlerische Abschlüsse an den Musikhochschulen von Maastricht (NL bei J.Minis) und Köln (M.Zimmermann). Bei Karl Kaiser machte sie ein Aufbaustudium für Traversflöte an der MHS Frankfurt, bei Martin Sandhoff spezialisierte sie sich zusätzlich auf das Spiel romantischer Klappenflöten. Sie konzertiert mit verschiedenen Barockorchestern sowie in unterschiedlichen kammermusikalischen Formationen. Mehrere CD-Produktionen mit Ersteinspielungen ihres Ensembles „musica solare“ sind aus dieser Arbeit hervorgegangen (u.a.Kantaten von Ariosti, Sonaten von Nardini). 2010 gründet Darja Großheide die Kammerkonzertreihe „Tonspuren“, die seit 2015 in der Kulturfabrik Becker&Funck in Düren vom Kunstförderverein Kreis Düren veranstaltet wird und die sie als Musikalische Leiterin betreut. Sie erarbeitet fortdauernd neue Kammermusikprogramme in unterschiedlichen Besetzungen und setzt diese um.

*Daniel Ahlert -Mandoline
Daniel Ahlert studierte Mandoline und Barockmandoline an der Musikhochschule Köln/Wuppertal
bei Prof. Marga Wilden-Hüsgen, wo er mit Konzertexamen abschloss. 1992 gründete er zusammen
mit der Gitarristin und Lautenistin Birgit Schwab das Duo Ahlert & Schwab. Seitdem verfolgt
Daniel als Solist und Kammermusiker eine internationale Karriere als Mandolinist.
Daniel Ahlert gastierte in Europa und den USA u.a. beim Festival der Laute in Füssen
(Deutschland), beim Orgel Festival in Laubach (Deutschland) in der Preston Bradley Hall
(Chicago), beim internationalen Festival für Zupfinstrumente in Beer-Sheva (Israel), beim
Europäischen Zupfmusikfestival in Bamberg (Deutschland), in der Sundin Music Hall (Minnesota),
beim Festival Internazionale della Chitarra in Lagonegro (Italien), beim Festival La Guitarra
California, beim Internationalen Bodenseefestival, beim Festival Orgel Plus, in der Steinfurter
Bagno Konzertgalerie, beim Bachfestival Arnstadt und beim Bachfest Leipzig.
Daniel Ahlert wurde als Solist für eine Konzerttour durch die Slowakei vom Slowakischen
Kammerorchester unter Bohdan Warchal eingeladen. Er trat mit der kanadischen Sopranistin
Barbara Hannigan und dem Concilium Musicum Wien auf und spielte das Mandolinenkonzert von
Antonio Vivaldi beim Aqua Musica Festival in Amsterdam und beim Holland Festival Oude
Muziek in Utrecht. Seit 2018 konzertiert Daniel Ahlert auch regelmäßig mit León Berben (Cembalo
und Tafelklavier) Daniel Ahlert ist darüber hinaus 1. Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbeund spielte u.a. für Naxos zahlreiche CD-Produktionen ein.
Gleichzeitig unterrichtet Daniel Ahlert im In- und Ausland auf Meisterkursen, an Musikschulen und
Universitäten das Fach Mandoline. Um das Repertoire der Mandoline zu erweitern, arbeitet Daniel
Ahlert mit Komponisten aus der ganzen Welt zusammen, die Musik für schreiben. Nach ersten
eigenen Kompositionen in seiner Jugend hat Daniel inzwischen über 30 Werke veröffentlicht. Viele
davon sind seinen Schülern gewidmet.

Davit Melkonyan, Violoncello
(*1986 in Eriwan/Armenien) begann seine Ausbildung an der Hochschule für Künste in Bremen bei Viola de Hoog und setzte sie an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock bei Gert von Bülow fort. Sein Studium schloss er im Jahre 2011 an der Universität der Künste in Berlin bei Jens-Peter Maintz mit Auszeichnung ab. Wichtige Anregungen und Impulse erhielt er von Walter Levin, Anner Bylsma, Christophe Coin Reinhard Goebel und Helmut Lachenmann. Als Preisträger des XVI. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig gastierte Davit Melkonyan bei bedeutenden Musikfestivals, wie dem Musikfest Bremen, den Tagen Alter Musik Herne, den Bach-Mendelssohn Festtagen in Leipzig und im Bachhaus in Eisenach, den Thüringer Bachwochen in Weimar und den Frankfurter Kammermusiken in Frankfurt (Oder). 2011 erspielte er sich den 2. Preis beim XXXIV Internationalen Wettbewerb für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts „Premio Bucchi“ in Rom, Italien. 2012 erhielt Davit Melkonyan gemeinsam mit dem Cembalisten und Hammerklavier-Spezialisten Mikayel Balyan den Förderpreis „Artist in Residence Deutschlandfunk 2012“ des Musikfests Bremen und des Deutschlandfunks. 2013 spielte das Duo Melkonyan-Balyan die Sonaten von Bernhard Romberg auf Originalinstrumenten ein, im folgenden Jahr erschien ihre Aufnahme der Sonaten von Johannes Brahms bei Sony Classical, Deutsche Harmonia Mundi, ebenfalls auf Originalinstrumenten. Im Dezember 2015 veröffentlichte cpo Melkonyans Einspielung der Cellokonzerte Nr. 1 und Nr. 5 von Bernhard Romberg mit der Kölner Akademie unter der Leitung von Michael Alexander Willens. Im September 2017 nahm er gemeinsam mit Christophe Coin im WDR die drei Duos op. 33 von Bernhard Romberg auf. Im gleichen Jahr trat das Duo Coin-Melkonyan wiederholt mit Duo-Programmen in Deutschland und Frankreich auf. Im November 2016 gewann Melkonyan mit seinem Barockensemble „Ludus Instrumentalis“ den 1. Preis beim Gebrüder-Graun-Wettbewerb. Es folgten Auftritte beim Bachfest Leipzig, dem Festival de Musique du Haut Jura, der Chapelle Corneille in Rouen und den Potsdamer Festspielen. 2018 wurde das Ensemble zur „Rheinsberger Hofkapelle – Ensemble in Residence “ im Schloss Rheinsberg ernannt. Er arbeitet kammermusikalisch zusammen mit Mikayel Balyan, Christophe Coin, Andrés Gabetta, Tobias Koch, Chouchane Siranossian, Evgeny Sviridov und Anton Steck. Neben der konzertierenden Tätigkeit beschäftigt sich Davit Melkonyan mit der Interpretationsforschung und dem Studium der Streicher-Spieltechniken des 18. und 19. Jahrhunderts sowie der Wiederaufführung in Vergessenheit geratener Werke dieser Epochen. Er wurde von der Berner Fachhochschule, dem Musikinstrumentenmuseum Berlin sowie dem Zentrum für Alte Musik Köln eingeladen, die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit in Vorträgen und Gesprächskonzerten vorzustellen.