17. Februar 2020

Kulturfabrik Becker & Funck, Düren

Beethoven - Variationen

Ein heiterer Beitrag zum Beethovenjahr 2020 mit Bearbeitungen von Beethoven, Diabelli, Carulli, Boehm, Müller u.a.

Darja Großheide – Traversflöte
Michael Goldort – Gitarre
Alexander Puliaev – Hammerflügel

Foto:G.Neulen

Unterhaltsame Abendmusiken, sogenannte „Serenaden“ waren in der Zeit der Wiener Klassik äußerst beliebt. Auch angesehene Komponisten und Virtuosen auf ihren Instrumenten wie Beethoven, Carulli oder Diabelli schrieben gerne solche U-Musik. Eine Auswahl von Stücken für Flöte, Hammerflügel und Gitarre, den Lieblingsinstrumenten damaliger Hauskonzerte, werden im Konzert zu hören sein. Zum Auftakt des Beethovenjahres 2020 kreist das Pogramm um diesen großen Komponisten, dessen schon damals beliebte Werke von seinen Komponistenfreunden und Zeitgenossen vergnüglich arrangiert und variiert wurden.

Programm
Beethoven/Ferdinand Carulli (1770 – 1841) Variationen über Mozarts „Ein Mädchen oder Weibchen“
arrangiert für Gitarre und Klavier
Beethoven/Anton Diabelli (1781 – 1858) Pot-Pourri aus Beethovens bekanntesten Werken
für Flöte und Gitarre (1817)
Beethoven Andante favori WoO 57 für Klavier
Beethoven/Theobald Boehm (1794 – 1881) Adagio nach dem 2.Satz des Konzerts für Klavier und Orchester op.15 arrangiert für Flöte und Klavier
Federico Moretti (1769 – 1839) “Canciones espagnolas y americanas” für Gesang (Flöte), Gitarre und Klavier Titel: La Lection
Pause
Beethoven/ Verlag Hoffmeister & Kühnel Serenade op.41 für Flöte und Klavier (1803) arrangiert nach op.25 für Flöte, Violine, Bratsche (1795/96) Entrata – Tempo ordinario d´un Menuetto – Allegro molto – Andante con variazione 1 – Allegro scherzando vivace – Adagio – Allegro vivace e disinvolto
Fernando Sor (1778 – 1839), genannt der „Beethoven der Gitarre“ “Variations sur le thème de Mozart” für Gitarre solo
Beethoven/ Ivan Müller (1786 – 1854) “Adelaide” arrangiert für Flöte und Klavier
Beethoven? Variationen über ein Air für Flöte solo, aus “Alexander`s Select Beauties for the Flute”, London 1835
Federico Moretti (1769 – 1839) “Canciones espagnolas y americanas” für Gesang (Flöte), Gitarre und Klavier Titel: La Tortolilla, El Enigma

Michael Goldort, Gitarre
wurde in Nowosibirsk geboren, studierte am dortigen Glinka-Staatskonservatorium Gitarre und schloss 1991 ab. Schon während seiner Studienzeit trat er vielfach auf, sowohl in Russland als auch auf renommierten Festivals in Italien, Deutschland und Österreich, wo namhafte Persönlichkeiten wie Alvaro Pierri ihn als einen der virtuosesten Gitarristen Russlands würdigten. Ab 1989 gab er regelmäßig Solo-Recitals im In- und Ausland (unter anderem in Österreich, Spanien und Italien) und trat er zusammen mit Symphonieorchestern von Stadten wie Sankt Petersburg und Kiew auf. 1991 wurde Michael Goldort Assistent von Professor Frauchi am Moskauer Konservatorium. Später wirkte er als Professor für Gitarre am Glinka-Staatskonservatorium (1993-1996) und an der Universität von Sankt Petersburg (2003-2005). Seit 2005 lebt und arbeitet er in Köln. Von seinen vielen Transkriptionen für Gitarre, vor allem bekannte Opernthemen von Komponisten wie Rossini oder Bizet, sind mehrere auf CD erschienen. Seine zweite CD ist spanischen Komponisten gewidmet und wurde im Classical Guitar Magazine 1996 als künstlerisches und technisches Meisterwerk beschrieben.

Darja Großheide, Traversflöte
spielt von Kindheit an Quer-und Blockflöte. Sie studierte zunächst Blockflöte bei S Balestracci in Padua (Italien). Es folgten Abschlüsse an den Musikhochschulen von Maastricht (NL bei J.Minis) und Köln (M.Zimmermann). Bei Karl Kaiser machte sie ein Aufbaustudium für Traversflöte an der MHS Frankfurt, bei Martin Sandhoff spezialisierte sie sich zusätzlich auf das Spiel romantischer Klappenflöten. Sie konzertiert mit verschiedenen Barockorchestern sowie in unterschiedlichen kammermusikalischen Formationen. Mehrere CD-Produktionen mit Ersteinspielungen ihres Ensembles „musica solare“ sind aus dieser Arbeit hervorgegangen (u.a.Kantaten von Ariosti, Sonaten von Nardini). 2010 gründet Darja Großheide die Kammerkonzertreihe „Tonspuren“, die seit 2015 in der Kulturfabrik Becker&Funck in Düren vom Kunstförderverein Kreis Düren veranstaltet wird und die sie als Musikalische Leiterin betreut. Sie erarbeitet fortdauernd neue Kammermusikprogramme in unterschiedlichen Besetzungen und setzt diese um.

Alexander Puliaev, Hammerflügel
wurde 1962 in St. Peterburg (ehem. Leningrad) geboren. Seinen ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von 6 Jahren. 1985 schloss er sein Klavierstudium am Moskauer Konservatorium bei Wladimir Natansson ab. Nach einigen Jahren der Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker, setzte er seine Ausbildung am Sweelinck Conservatorium in Amsterdam bei Anneke Uittenbosch (Cembalo) und Stanley Hoogland (Hammerflügel) fort. 1993 wurde er beim Internationalen Cembalowettbewerb in Warschau Preisträger. Seit 1998 lebt Alexander Puliaev in Deutschland, wo er auch an der Musikhochschule Köln (Abteilung Wuppertal) unterrichtet. Als Solist und Kammermusiker ist er international gefragt, und hat bereits mit Dirigenten wie Peter Schreier, Ivor Bolton, Marcus Creed, Christoph Spering zusammengearbeitet. Im kammermusikalischen Bereich bestehen Partnerschaften mit Dorothee Oberlinger, Anton Steck, Hille Perl, Christoph Mayer, Vittorio Ghielmi, Ensemble 1700, Kontraste Köln, Concerto Köln, Das Neue Orchester Köln. Alexander Puliaev tritt regelmäßig bei den internationalen Musikfestivals in aller Welt auf (Nantes, Tokyo, Schleswig-Holstein Musik-Festival, Festa da Musica in Lissabon, Stockstädter Musiktage, Arolser Barock-Festspiele, Banchetto Musicale in Vilnius usw.) Er hat diverse CD-Aufnahmen bei BIS und MARC AUREL Edition eingespielt.