18. November 2019 19:30 Uhr

Kulturfabrik Becker & Funck, Düren

Gullivers Reisen mit Harmonie Universelle und Thomas Höft

Violinduos von Telemann u.a., gespielt von Florian Deuter & Mónica Waisman
Text von Jonathan Swift, gelesen von Thomas Höft

Fotos: Stefan Flach, Marieke Wijnters

Mónica Waisman
studierte Violine am renommierten Oberlin College und setze ihr Studium in Den Haag auf der Barockvioline fort. Es folgte eine Karriere bei einigen der bekanntesten europäischen Ensembles und Orchestern der Alten Musik, die sie auf Tourneen durch die ganze Welt führten. Derzeit spielt sie regelmäßig Konzerte in Europa, Nord- und Südamerika, unter anderem mit dem Ensemble Musica Temprana, mit dem sie Schätze der Musikliteratur des 18. Jahrhunderts aus Lateinamerika wiederentdeckt. Weiterhin ist sie immer wieder als Kammermusikerin, Konzertmeisterin und Solistin verschiedener Ensembles in Europa sowie Südamerika gefragt.

Florian Deuter
ist einer der maßgebenden Barockgeiger seiner Generation. Er begann seine Karriere 1987 mit Reinhard Goebels Musica Antiqua Köln, wo er von 1994 bis 2000 Konzertmeister war. Schnell wurde er auch an die Spitze anderer renommierter Ensembles im Bereich der Alten Musik eingeladen. So wirkte er als Konzertmeister u.a. beim Gabrieli Consort unter der Leitung von Paul McCreesh, bei Chapelle Royale und Collegium Vocale Gent unter Philippe Herreweghe und bei Marc Minkowskis Musiciens du Louvre. Hinzu kommen solistische Aufgaben und Konzertmeister-Positionen unter anderem im Amsterdam Baroque Orchestra unter Ton Koopman, dem European Baroque Orchestra und Concerto Köln.

Thomas Höft
arbeitet als Autor, Regisseur und Dramaturg in sehr unterschiedlichen Bereichen der Kunst. Er verantwortet große historische Themenausstellungen in deutschen und österreichischen Museen und schreibt Sachbücher – für „Welt aus Eisen“ wurde er mit dem Österreichischen Staatspreis Buchkunst ausgezeichnet. Vor allem aber ist er mit zahlreichen Theaterstücken und Opernlibretti bekannt geworden, u.a. für die Deutsche Oper Berlin, die Komische Oper Berlin und die Bregenzer Festspiele. Bisheriger Höhepunkt war 2010 an der Wiener Staatsoper die Uraufführung von Thomas Höfts Oper „Pünktchen und Anton“ nach Erich Kästner zur Musik von Iván Eröd. Durch Götz Friedrich zu ersten Regiearbeiten ermutigt, nimmt die Musiktheaterregie einen kontinuierlich immer gewichtigeren Raum in Thomas Höfts Schaffen ein. Seit 1994 arbeitet Thomas Höft als Dramaturg des Festivals styriarte Graz, das für Nikolaus Harnoncourt gegründet wurde. Seit 2003 ist er auch Dramaturg des Osterfestivals Psalm Graz. Zudem war er Intendant des Brandenburger Theaters, der Bewerbung Augsburgs zur Kulturhauptstadt Europas und des Festjahres Pax2005 zum Jubiläum des Augsburger Religionsfriedens. Von 2012 bis 2018 war er Direktor des Kölner Zentrums für Alte Musik (ZAMUS) und Künstlerischer Leiter des Kölner Festes für Alte Musik. 2018 und 2019 verantwortet er die Dramaturgie der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci. Als Gründer und Vorstand der Kölner Offenbach-Gesellschaft ist Thomas Höft maßgeblich an der Vorbereitung des großen Offenbach-Jubiläums 2019 beteiligt.