Frau Nelles und die Nachtigall

Musik mit Gezwitscher von Händel, Bach und Telemann

Theresa Nelles, Sopran
Barock:Trio:Köln:Plus
Darja Großheide, Traversflöte und Blockflöte
Elisabeth Wand, Barockcello
Markus Märkl, Cembalo
Stefan Koim, Barockgitarre und Laute

Foto Müllejans

Nicht nur Dichter, auch Komponisten lassen sich seit jeher vom Gesang der Nachtigall inspirieren. Welche Instrumente sollten besser geeignet sein, ihren lieblich-leichten, aber auch nächtlich-melancholischem Klang zu imitieren als Gesang und Flöte?
“Frau Nelles und die Nachtigall” haben wir mit großem Vergnügen im Sommer 2017 aufgeführt und wollen damit gerne weiteren Zuhörern Freude bereiten. Nächster Auftritt: Moers Festival 2019, ein Ensemblefoto ist verfügbar.

Programm
Jacob van Eyck (ca 1590 – 1657) “Den Nachtegael” für Flöte
Pietro Torri (ca 1650 – 1737) „Son rosignolo“, Arie aus der Oper “Ismene”
Francois Couperin (1668 – 1733) Le Gazoüillement – Les Baricades Mistérieuses aus dem Sixième Ordre des Pièces de Clavecin, Deuxième Livre 1716/1717 Le Rossignol-en-amour, avec le Double du Rossignol sur la Flute Traversiere aus dem Quatorzième Ordre des Pièces de Clavecin, Troisième Livre 1722
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) „Schweigt ihr Flöten!“, Rezitativ und Arie aus der Kantate „Oh holder Tag, erwünschte Zeit“ BWV 210
Pause
Georg Philipp Telemann (1685 – 1768) “Die Liebe”, eine Moralische Kantate
Georg Friedrich Händel (1685 – 1759) Chaconne in G-Dur HWV435 für Cembalo
Giusppe Fedeli (vor 1680 – nach 1733) „Warbling the birds enjoying“
Gaspar Sanz (1640 – 1710) Canario für Gitarre
Georg Friedrich Händel (1685 – 1759) „Sweet bird“ aus dem Oratorium „L´Allegro, il Penseroso ed il Moderato“

Theresa Nelles, Sopran
Schon wahrend ihrer langjahrigen Chormitgliedschaft im Madchenchor am Kölner Dom erhielt Theresa Nelles erste solistische Aufgaben, war lange Zeit Sangerin einer Jazzband und studierte nach dem Abitur Gesang an der Musikhochschule Köln bei Frau Prof. Mechthild Georg und in Rom am Conservatorio Santa Cecilia. Sie absolvierte Meisterkurse u.a. bei Krisztina Laki, Kurt Widmer, Ingeborg Danz und arbeitet nach wie vor eng mit Frau Prof. Michaela Kramer in Dusseldorf zusammen. Engagements fuhren die Sangerin ins In- und Ausland zu Festivals wie dem Festival Internazionale di Musica e Arte Sacra nach Loreto und Rom, nach Sizilien, die Schweiz, Sudtirol, Russland, zu den Internationalen Handelfestspielen nach Göttingen, dem Beethovenfestival Bonn, den Bruhler Schlosskonzerten, an Opernhauser wie Krefeld/Mönchengladbach, Koblenz, Gelsenkirchen, ans
Markgrafliche Opernhaus Bayreuth, in die Tonhalle Dusseldorf, die Kölner und Essener Philharmonie und nicht zuletzt regelmaßig in große Kirchen wie z.B. den Kölner Dom oder das Grossmunster Zurich.
Mit Programmen wie „Frau Nelles und die Nachtigall“ oder den seit Jahren sehr erfolgreichen Genre-ubergreifenden „Adventskalenderkonzerten“ ist sie ebenso zu erleben und bietet zudem charmante Konzertangebote fur kleine Zuhörer an. Die Sopranistin arbeitete u.a. mit der Neuen Philharmonie Westfalen, den Bochumer Sinfonikern, dem WDR Funkhausorchester, dem Gurzenichorchester Köln,
BonnBarock, Musica Alta Ripa, Concerto Köln, Concert Royal u.v.a. Mit der szenischen Auffuhrung von J. S. Bachs „Matthauspassion“ war die Sangerin 2019 erstmalig beim renommierten Bachfest Leipzig zu erleben. Auch im Bereich der Neuen Musik ist Theresa Nelles vielfaltig tatig, u.a. in den Urauffuhrungen der ihr gewidmeten Komposition von Markus Schönewolf „Lieder in Bildern“, der Oper „Abraham“ oder dem Oratorium „Logos“ des bekannten Schweizer Komponisten Daniel Schnyder. 2020 wird sie eine der Hauptrollen in der Urauffuhrung der Oper „Oh ihr Menschen“ von Wolfgang Abendroth ubernehmen.

Darja Großheide, Travers- und Blockflöte
spielt von Kindheit an Quer-und Blockflöte. Sie studierte zunächst Blockflöte bei S Balestracci in Padua (Italien). Es folgten Abschlüsse an den Musikhochschulen von Maastricht (NL bei J.Minis) und Köln (M.Zimmermann). Bei Karl Kaiser machte sie ein Aufbaustudium für Traversflöte an der MHS Frankfurt, bei Martin Sandhoff spezialisierte sie sich zusätzlich auf das Spiel romantischer Klappenflöten. Sie konzertiert mit verschiedenen Barockorchestern sowie in unterschiedlichen kammermusikalischen Formationen. Mehrere CD-Produktionen mit Ersteinspielungen ihres Ensembles „musica solare“ sind aus dieser Arbeit hervorgegangen (u.a.Kantaten von Ariosti, Sonaten von Nardini). 2010 gründet Darja Großheide die Kammerkonzertreihe „Tonspuren“, die seit 2015 in der Kulturfabrik Becker&Funck in Düren vom Kunstförderverein Kreis Düren veranstaltet wird und die sie als Musikalische Leiterin betreut. Sie erarbeitet fortdauernd neue Kammermusikprogramme in unterschiedlichen Besetzungen und setzt diese um.

Markus Märkl wurde einmal von der englischen Presse als ein Künstler von “blendender Virtuosität und geistreichem Witz” bezeichnet. Er stammt aus dem bayerisch-schwäbischen Dillingen an der Donau und studierte nach dem Abitur in Augsburg Cembalo und Orgel. Der Klang historischer Tasteninstrumente faszinierte ihn nachhaltig, so dass sich Markus Märkl zu weiterführenden Studien der Alten Musik an der Schola Cantorum Basiliensis in der Schweiz entschied. Nach seinen Basler Diplomabschlüssen 1995 führte ihn sein künstlerischer Weg nach Paris an der Seine, seit 1998 lebt Märkl als freischaffender Musiker in Köln am Rhein und widmet sich hier neben seiner solistischen Tätigkeit vor allem der Kammermusik. Seine Konzerttätigkeit führte ihn neben weiten Teilen Europas nach Israel, den USA, Singapur und Australien. Als Mitglied des Kölner Ensembles CordArte erforscht Markus Märkl seit 2003 das unerschöpflich reiche und hochwertige Repertoire des 17. Jahrhunderts. Zusätzlich gibt er gerne Kurse für Generalbass oder Improvisation. Anlässlich erster Erfahrungen mit der Ensembleleitung bei den Basler Bachkantaten in der Predigerkirche entschloss sich Markus Märkl zu einem professionelleren Einblick in das Dirigieren, von Oktober 2009 bis Juni 2010 war er Student in der Dirigierklasse von Prof. Michael Luig an der Kölner Musikhochschule. Zahlreiche CD-Einspielungen ergänzen und dokumentieren Markus Märkls künstlerische Vielseitigkeit, seit 2013 hat er einen eigenen YouTube-Kanal auf dem er einen Teil seiner bisherigen Aufnahmen online gestellt hat. Als Gründungsmitglied und Vorstand der Kölner Gesellschaft für Alte Musik e.V. engagierte sich Markus Märkl von 2011 bis Ende März 2017 zudem kulturpolitisch in seiner Wahlheimat Köln und in NRW.
Markus Märkl interessieren vor allem Programme mit einem thematischen oder historischen Fokus, die Zusammenhänge aufzeigen oder interessante Einblicke vermitteln können in ein Repertoire, das auch heute noch weitgehend dem «Kenner und Liebhaber derartiger Gemüthsergötzung» vorbehalten ist. Wichtig ist ihm hierbei, dass trotz der hierfür notwendigen wissenschaftlichen Einarbeitung am Ende die Musik für sich selbst spricht. So sucht er einen lustvollen und anregenden Umgang mit historischen Quellen, die er auf humorvolle Art seinem Publikum vermittelt. Und gerne zitiert er einen Satz von August Everding, der jedem Interessierten an der teilweise nicht immer einfach zu konsumierenden «Kunst» ein Leitfaden sein dürfte: Wissen macht Lust. – Und ja vielleicht Lust auf mehr!

Elisabeth Wand, Violoncello
studierte Cello an der Hochschule für Musik Köln bei Prof.J.Herzbruch sowie an der Musikhochschule Detmold bei Frau Prof. I. Güdel. Künstlerische Aufbaustudien an den Musikhochschulen Köln (bei M.M. Kasper) und an der Musikhochschule Frankfurt (Barockcello bei Prof. R. Zipperling) schlossen sich an. Neben ihrer Lehrtätigkeit tritt sie regelmäßig als Solistin und Kammermusikerin auf. Mit der Flötistin Dorothee Oberlinger wurde sie für das Nachwuchsforum Neue Musik der „Gesellschaft für Neue Musik“ ausgewählt. CD-Produktionen sowie Aufnahmen beim WDR, HR, SWR und im Ausland schlossen sich an. Seit 2002 widmet sie sich in verschiedenen Ensembles (z.B. Concerto Köln, Das Neue Orchester, Das Kleine Konzert) der historischen Aufführungspraxis. Ihre Einspielung mit dem Geiger Stephan Schardt wurde 2014 mit dem renommierten ECHO-Klassik-Preis ausgezeichnet.

Stefan Koim, Barockgitarre und Laute
schloss seine Gitarrenstudien in Köln bei Prof. Hubert Käppel mit Auszeichnung ab. In Salzburg erwarb er außerdem den Bachelor of Arts. Nach einem einjährigen Studium im Rahmen des Fulbright Programmes am New England Conservatory Boston,USA in der Klasse von Eliot Fisk kehrte Stefan Koim an die Universität Mozarteum Salzburg zurück, wo er im Rahmen eines Erasmusprojekts schon gewesen war und schloss dort das Studium Master of Arts mit Auszeichnung ab. Der Grad Master of Music (mit Auszeichnung) wurde ihm 2014 von der Hochschule für Musik Würzburg verliehen. Momentan vervollständigt Stefan Koim seine musikalische Ausbildung an der dortigen Musikhochschule in der Meisterklasse von Prof. Jürgen Ruck. Ergänzt wurde die bisherige musikalische Ausbildung durch regelmäßige Meisterkurse bei renommierten Musikern wie Konrad Junghänel, Carlo Marchione, Roberto Aussel, Zoran Dukic, Pavel Steidl, Manuel Barrueco, Oscar Ghiglia oder Han-an Liu. Mit dem Ensemble Cembaless gewann Stefan Koim im Jahr 2015 sowohl den 3. Preis als auch den Publikumspreis des Biagio-Marini-Wettbewerbs in Neuburg an der Donau, 2016 folgte der Publikumspreis der “ZAMUS Spielwiese” und Anfang diesen Jahres der Publikumspreis und der “Förderpreis Alte Musik des Saarländischen Rundfunks“. Aufgrund seiner Vielseitigkeit und der Beherrschung weiterer Instrumente wie E-Gitarre, Banjo, Charango, Barockgitarre und Erzlaute wird Stefan Koim für Uraufführungen, Filmmusiken und Opernaufführungen (u.a. Oper Köln, Mozarteum Salzburg) angefragt. Konzertreisen führten ihn nach Russland, Italien (u.a. Composit New Music Festival 2012), Schweiz, Österreich, Dänemark (Guitar+Festival 2013) und in die USA. 2013 eröffnete er u.a. das renommierte BostonGuitarFest mit einer Uraufführung. Stefan Koim wurde u.a. von der Rotary Foundation, der Fulbright-Kommission, der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. Bei „musicaphon“ erschienen seine Solo CDs “A l’Espagnol” und “Royal”.