21. Januar 2018 17:00 Uhr

Alte Nazarethkirche, Berlin

Ardo, è ver, per te d`amore - Liebeskantaten von Scarlatti, Vivaldi und Pepusch

Philipp Mathmann, Sopranist
Barock:Trio:Köln
Darja Großheide, Traversflöte und Blockflöte
Doris Runge, Violoncello
Markus Märkl, Cembalo

Sopranisten waren die Stars der Barockzeit. Die wunderschönen Liebeskantaten von Scarlatti, Porpora und Sarri besingen die – teils nicht erwiederte – Liebe zu einer Frau. Der Sopranist Philipp Mathmann vermag es, unangestrengt die Höhe zu erklimmen und mit klarer Stimme zu deklamieren. Im musikalischen Gespräch mit Flöte und Cembalo ist dies ein Konzert voller Herz und Feuer.

Programm
Antonio Vivaldi 1678 – 1741 All`ombra di sospetto Kantate für Sopran, Flöte und Basso continuo
Georg Friedrich Händel 1685 – 1759 Ciaccona in G für Cembalo solo HWV 435 2nd Set
Johann Christoph Pepusch 1667 – 1752 When Love`s soft passion Kantate für Sopran, Flöte und B.c.
John Ernest Galliard 1687 – 1749 Sonate für Blockflöte und Basso continuo Preludio Largo – Corrente Allegro – Sarabanda Largo – Allemanda Allegro
Pause
Antonio Caldara 1670 -1736 aus der Kantate “Vicino a un rivoletto” die Arie “Aimè sento il mio core” für Gesang, obl. Violoncello und B.c.
Giovanni Benedetto Platti 1697? – 1763 Sonate für Flöte und B.c. Siciliana – Allegro – Non tanto Adagio ma cantabile – Arietta con variazioni, non tanto allegro
Alessandro Scarlatti 1660 – 1725 Ardo, é ver, per te d`amore Kantate für Sopran, Flöte und Basso continuo

Philipp Mathmann, Countertenor / Soprano
Philipp Mathmann (Berlin) begann seine Gesangsausbildung als Bariton bei Friederike Vomhof-Surrey 2003 und erhielt erste Stunden als Countertenor Heike Hallaschka in Münster 2008 bis 2011. Seit 2010 erhält Mathmann Unterricht von Renate Faltin an der Hanns Eisler Musikhochschule (Berlin) sowie seit 2016 von Annette Goeres (Berlin). Er arbeitete im Rahmen von Meisterkursen mit Kai Wessel und Barbara Schlick von der (Köln), Antonio Lemmo (Rom) und mit Dame Emma Kirkby (London).
Regelmäßig tritt er im Rahmen internationaler Musikfestivals als Solist auf. So zum Beispiel beim Festival „Winter in Schwetzingen“, dem „Musikfest Bremen“, dem „Festival Oude Muziek“ in Utrecht, dem „MAfestival Brugge“, den „Internationalen Händelfestspielen Göttingen“ und anderen. 2011 gab er sein Operndebüt in der männlichen Hauptrolle der Oper La Mara, einer Opernproduktion am Schloss Sanssouci in Potsdam. Ferner gastierte Mathmann als Solist am Theater Heidelberg, der Oper Frankfurt am Main und bei den „Tagen der Alten Musik“. 2016 Entstand seine erste CD-Einspielung von dem Oratorium „La deposizione dalla croce di Gesu Cristo“ von F. X. Richter zusammen mit dem Czech Ensemble Baroque.
Mathmann wirkte in Produktionen des Hessischen Rundfunks, des WDRs, von Dutch Classical Radio (NPO Radio 4) und anderen Sendern mit Dirigenten wie Dorothee Oberlinger oder Diego Fasolis.
Darüber hinaus ist er Jugend Musiziert Bundespreisträger und war mehrfacher Preisträger beim internationalen Giulio Perotti Gesangswettbewerb. Er war Stipendiat der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, der Musikhochschule in Detmold und der Studienstiftung des Deutschen Volkes.
Parallel zu seiner musikalischen Laufbahn studierte Philipp Mathmann an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Münster und erhielt seine Approbation zum Arzt in 2013.

Darja Großheide – Travers- und Blockflöte
studierte zunächst Blockflöte bei Maestro Sergio Balestracci in Padua (Italien).Es folgten Studienabschlüsse an den Musikhochschulen von Maastricht (NL) und Köln. Bei Prof. Karl Kaiser machte sie ein Aufbaustudium für Traversflöte an der MHS Frankfurt, bei Martin Sandhoff spezialisierte sie sich zusätzlich auf das Spiel romantischer Klappenflöten. Sie konzertiert mit verschiedenen Barockorchestern sowie in unterschiedlichen kammermusikalischen Formationen. Die Kammermusik und die dazugehörigen Recherchen nach Notenmaterial des achtzehnten Jahrhunderts bilden ihren Interessenschwerpunkt. Mehrere CD-Produktionen mit Ersteinspielungen ihres Ensembles „musica solare“ sind aus dieser Arbeit hervorgegangen. Seit Juni 2010 organisiert Darja Großheide die Kammerkonzertreihe „Tonspuren“, die seit diesem Herbst in der Kulturfabrik Becker&Funck in Düren stattfindet.

Markus Märkl – Cembalo
studierte nach dem Abitur zuerst in Augsburg Cembalo und Orgel. Der Klang historischer Tasteninstrumente faszinierte ihn nachhaltig, so dass sich Markus Märkl zu weiterführenden Studien der Alten Musik an der Schola Cantorum Basiliensis in der Schweiz entschied. Während dreier Jahre in Paris, dieser vielseitig anregenden Stadt, begann er seine internationale Konzerttätigkeit, die ihn neben Europa nach Israel, den USA, Singapur und Australien führte. Markus Märkl ist ein gefragter Cembalist und Kammermusikpartner, seit 1998 lebt er als freischaffender Musiker in Köln und widmet sich hier neben seiner solistischen Tätigkeit vor allem der Kammermusik. Zusätzlich wird Markus Märkl gerne zu Kursen für Generalbass oder Improvisation eingeladen. Zahlreiche CD-Einspielungen ergänzen und dokumentieren seine künstlerische Vielseitigkeit. Als Gründungsmitglied und Vorstand der Kölner Gesellschaft für Alte Musik e.V. engagiert sich Markus Märkl seit 2011 zudem kulturpolitisch in seiner Wahlheimat Köln und in NRW.

Doris Runge – Violoncello
studierte Violoncello an der Musikhochschule Köln. Danach folgte ein Aufbaustudium an der Akademie für Alte Musik in Bremen bei Jaap ter Linden. Kurse bei Stephen Stubbs, Walter van Hauwe und Anner Bylsma. Als Cellistin spielt sie im Rahmen verschiedener Projekte bei Barockorchestern wie: Das Neue Orchester, Accademia filarmonica Hamburg, dem Kölner Bachverein und Ensemble Sanssoucis Hamburg. Doris Runge ist Gründungmitglied mehrerer Kammermusikensembles, z.B. von Il Dolcimelo und dem Ensemble Les Baronnies. Vor allem mit ihrem Ensemble Il Dolcimelo ist sie regelmäßig zu Gast bei Festivals für Alte Musik (Klangbilder Berlin, Stockstädter Musiktage, Tage Alter Musik Osnabrück), Preisträger Internationaler Wettbewerbe (u.a. Biagio-Marini-Wettbewerb, Neuburg 2000) und hat mehrere Rundfunk- und CD-Aufnahmen eingespielt.
Doris Runge lebt in Berlin.